Fünfzig Jahre afrikanische Entkolonisierung
ein Gastbeitrag von Achille Mbembe
Hier sind wir also im Jahr 2010, fünfzig Jahre nach der Entkolonisierung. Gibt es wirklich irgend etwas feierlich zu gedenken, oder muss im Gegenteil alles neu angepackt werden?
Autoritäre Restaurationen hier, administrative Mehrparteiensysteme dort, woanders magere Fortschritte, die umkehrbar bleiben. Fast überall ein sehr hohes Niveau an sozialer Gewalt, sprich Situationen des Absackens, verpuppter Konflikte oder offenen Krieges auf Grundlagen einer Ressourcenausbeutungswirtschaft in direkter Verbindung mit der kolonialen merkantilistischen Logik, welche die Ausblutung weiterhin fördert – so sieht mit einigen Ausnahmen das Gesamtbild aus.
In den meisten Fällen sind die Afrikaner noch nicht einmal so frei, ihre Führer frei auswählen zu können. Zu viele Länder hängen immer noch an der Gnade von Satrapen, deren einziges Ziel der lebenslange Machterhalt ist. Da sind die meisten Wahlen natürlich gefälscht. Den Aspekten der Wahlprozeduren bringt man zwar die grundsätzlichsten Elemente des Wettbewerbs als Opfer dar, aber man behält die Kontrolle über die wesentlichen Hebel der Bürokratie, der Wirtschaft und vor allem der Armee, der Polizei und der Milizen. Die Möglichkeit, die Regierung per Stimmzettel zu stürzen, gibt es praktisch fast nirgends, und so können nur das Attentat, die Rebellion oder der bewaffnete Aufstand dem Prinzip der ewigen Fortdauer der Macht widersprechen.
Global gesehen sind die Dinge also festgefahren, vor allem im frankophonen Afrika, wo man dank der Wahlmanipulationen und der Vater-Sohn Ablösungen sagen kann, dass man de facto unter maskierten Klanherrschaften lebt.
Wohin gehen wir?
Mich beuteln auch fünf schwerwiegende Tendenzen. Die Erste ist die Abwesenheit eines demokratischen Denkens, welches eine wahrhafte Alternative zum gegenwärtig fast überall etablierten Ausbeutungsmodell darstellen könnte. Die Zweite ist der Rückzug jeglicher Perspektive einer radikalen sozialen Revolution auf dem Kontinent.
Die Dritte ist die ansteigende Senilität der schwarzen Mächte (Anm.: Original: des pouvoirs nègres), ein Phänomen, das, unter Beibehaltung der Proportionen, an ähnliche Prozesse im 19. Jahrhundert erinnert, als zahlreiche Königreiche ihre Souveränität verloren, in Unordnung und Brüderkriegen endeten, weil sie unfähig waren, den internen und externen Druck und das Andocken an einen destruktiven Kapitalismus zu verhandeln.
Die Vierte ist das Absacken ganzer Gesellschaftsteile und, bei Millionen von Menschen, das ununterdrückbare Verlangen, überall sonst zu leben nur nicht bei ihnen – das allgemein gewordene Verlangen nach Abfallen und Desertion.
Diesen strukturellen Dynamiken fügt sich eine weitere hinzu: das Auftauchen einer Kultur des Baseballschlägers, des blutigen Aufruhrs ohne Zukunft, der sich bei günstiger Gelegenheit in Plünderkriege verwandelt. Diese Art von Lumpenradikalismus (Anm.: Original: sorte de lumpen-radicalisme), in Wahrheit Gewalt ohne alternatives politisches Projekt, wird nicht nur von “sozialen Kadetten”, deren tragische Symbole die “Kindersoldaten” und die “Joblosen” der Armenghettos sind, getragen. Diese Sorte blutigen Populismus wird, sobald nötig, auch von sozialen Kräften mobilisiert, die kraft ihrer Kolonisierung des Staatsapparates aus ihm ein Instrument persönlicher Bereicherung gemacht haben. Oder ganz einfach eine private Ressource oder eine Quelle des Raffens jeglicher Art, im Zusammenhang mit dem täglichen Kampf der Anhäufung oder schlicht dem täglichen Überlebenskampf. Um den Preis der Zerstörung von Staat, Wirtschaft und der Institutionen ist diese Klasse zu allem bereit, um ihre Macht zu erhalten, und im Übrigen ist in ihren Augen Politik nichts anderes als eine Methode, den Bürgerkrieg oder den ethnischen Krieg mit anderen Mitteln zu führen.
Diese brüsken Beobachtungen bedeuten jedenfalls aber nicht, dass es in Afrika keine Bedürfnisse von Freiheit und Wohlsein gäbe. Dieses Verlangen aber hat Mühe, eine Sprache zu finden, hat Mühe, effiziente Praktiken zu finden, und vor allem eine Übertragung in neue politische Institutionen und eine neue politische Kultur, in welcher der politische Kampf kein Nullsummenspiel mehr ist.
Die Gewalt der “Nirgendwoher”
Damit die Demokratie in Afrika Wurzeln schlagen kann, müsste sie von organisierten sozialen und kulturellen Kräften getragen sein; von Institutionen und Netzen, die geradeheraus aus dem Genie, aus der kulturellen Erinnerung, aus der Kreativität und vor allem aus den Kämpfen der Menschen selbst und aus ihren eigenen solidarischen Traditionen entstanden sind.
Aber das reicht nicht. Wir brauchen auch eine Idee, die die lebendige Metapher der Demokratie wäre. So könnte man beispielsweise einem neuen demokratischen Denken den Weg öffnen, indem man Politik und Macht rund um den Imperativ des Stärkens der “Lebensreserven” neu definiert – auf einem Kontinent, auf dem die Tötungsmacht quasi unbegrenzt ist und Armut und Krankheit das Leben so unsicher und so prekär machen.
Im Grunde genommen muss so ein Denken gleichsam utopisch wie pragmatisch sein, um radikal zu sein. Notwendigerweise müsste es ein Denken der Grenzen des Politischen und der Politik des Begrenzens sein. Gleichzeitig muss es ein Denken-was-kommt sein, ein Denken des Auftauchens und des Aufstandes. Dieser Aufstand jedoch müsste, im Kontext der Globalisierung und im Hinblick auf die Ereignisse seit den Unabhängigkeiten, weit über das antikolonialistische und antiimperialistische Erbe hinausgehen, dessen Grenzen nunmehr flagrant sind.
In der Zeit bis dahin gibt es zwei entscheidende Faktoren, die die Demokratisierung des Kontinents bremsen. Zunächst eine gewisse politische Ökonomie. Dann eine gewisse Vorstellungswelt über Macht, Kultur und Leben.
Einerseits hat die Brutalität der ökonomischen Zwänge, die die afrikanischen Länder entlang des letzten Viertels des 20. Jahrhunderts erfahren haben – und die unter dem Knüppel des Neoliberalismus weiterläuft -, dazu beigetragen, eine Vielzahl und Vielfalt von Menschen “von nirgendwoher” zu fabrizieren. Deren Erscheinen auf der politischen Bühne wickelt sich zunehmend ab über die Mode des Tötens während xenophober Wallungen oder ethnischer Kämpfe – vor allem am Tag nach verfälschten Wahlen, im Zusammenhang mit Protesten gegen das teure Leben (Anm.: statt “Lebenshaltungskosten” den Originalausdruck übernommen: protestations contre la vie chère), oder auch im Rahmen der Kämpfe um essentielle Lebensressourcen.
Hier handelt es sich um Leute, die strikt nichts mehr zu verlieren haben, die darüber hinaus dem völligen Verlassensein ausgeliefert sind – Lebensbedingungen, denen sie oft nur durch Migration, Kriminalität und alle möglichen Illegalitäten entkommen können. Es ist eine Klasse der “Überflüssigen”, mit der der Staat (wo er noch existiert), mit der insbesondere der Markt höchstselbst nichts anzufangen wissen. Es handelt sich um Menschen, die man kaum in die Sklaverei verkaufen könnte wie in den Zeiten der Anfänge des modernen Kapitalismus, die man kaum zur Zwangsarbeit verdammen kann wie in der kolonialen Epoche oder der Apartheid. Aus dem Blickwinkel des in diesen Regionen der Welt existierenden Kapitalismus sind sie vollkommen nutzlos – eine Masse menschlichen Fleisches, die man der Gewalt, der Krankheit, dem nordamerikanischen Evangelismus, den islamischen Kreuzfahrern und allen Spielarten der Hexenkulte und der Illumination überlässt.
Sodann hat die Brutalität der ökonomischen Zwänge auch das demokratische Projekt jedweder Inhalte entleert, indem es auf simple Formalitäten zurückgeführt wurde, auf ein Ritual ohne Inhalt noch Symbol, schlimmer noch, auf ein Ritual ohne Konsequenzen für das Leben der einfachen Menschen.
Zudem gibt es, wie vorhin angesprochen, die Unfähigkeit, den Kreislauf der Ressourcenausziehung und des Raubes zu verlassen, der, nebenbei bemerkt, schon vor der europäischen Kolonisierung existierte. (Anm.: gemeint ist die “mittelalterliche” arabisch-islamische Aktivität auf dem Kontinent im Zusammenwirken mit afrikanischen Herrschern.) Zusammengenommen bilden diese Faktoren ein enormes Gewicht auf den Formen, die der soziale Kampf in Afrika annimmt.
Diesen fundamentalen Fakten schließt sich das Mitte der 1980er Jahre beginnende Ereignis an, welches sich als der große soziale Bruch erwies (Anm.: Original: “diffraction”, nicht rupture= Bruch). Diese Brechung der Gesellschaft hat nahezu überall zu einer Deformalisierung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Beziehungen geführt, zu einer präzedenzlosen Fragmentisierung des Feldes der Regeln und Normen, und zu einem Prozess der Entinstitutionalisierung, der den Staat selber nicht ausließ.
Diese Diffraktion hat zugleich eine große Abschiedsbewegung bei vielen sozialen Akteuren eingeleitet und hat dergestalt neuen Formen des sozialen Kampfes Tür und Tor geöffnet, eines gnadenlosen Kampfes um das Überleben, rund um den Zugang zu Lebensressourcen. Heute ist das Wellblechviertel der neuralgische Punkt dieser neuen sozialen Kämpfe. Dabei handelt es sich um molekulare und zellulare Konfrontationen, die Elemente des Klassenkampfes, des ethnischen Konfliktes, der religiösen Jahrtausende und der Hexenkulte kombinieren.
Zuletzt gibt es die bekannte Schwäche der Oppositionen. Macht und Opposition handeln in Funktion eines kurzen Zeitraumes, das Handeln ist geprägt von Improvisation, punktuellen und informellen Arrangements, verschiedenen Kompromissen und Kompromittierungen, von den Imperativen der sofortigen Machteroberung oder deren Erhalt um jeden Preis. Ununterbrochen werden Allianzen geknüpft und aufgelöst. Vor allem aber hat sich die begriffliche Vorstellung von “Macht” kaum geändert.
Die die Politik in Afrika strukturierende Vorstellung davon bleibt jene des permanenten Bürgerkrieges. Solange man es nicht schafft, Politik und Krieg begrifflich voneinander zu trennen, solange wird das Potenzial negativer Gewalt enorm bleiben.
Entkolonisierung und Internationalisierung
Dieser fünfzigste Jahrestag der Entkolonialisierung ist nicht nur eine afrikanische Angelegenheit. Frankreich, das greifbar den Eindruck vermittelt, die Demokratisierung des Kontinents nur hohlzüngig zu akzeptieren, will aus dem Jahr 2010 “das Jahr Afrikas” machen. Seit 1960 jedoch hat es sich in seinem Hinterhof der Demokratisierung rüde widersetzt und im Zweifelsfalle nicht gezögert, auf Attentat, Korruption und Gewalt zurückzugreifen.
Heute noch ist Frankreich, – richtiger- oder falscherweise -, bekannt für seine hartnäckigste, sattelfesteste und unveränderlichste Unterstützung der korruptesten Satrapien des Kontinents und der Regime, die der afrikanischen Sache den Rücken gekehrt haben.
Für all das gibt es einen einfachen Grund: die historischen Bedingungen, unter denen sich die Entkolonialisation vollzog, sowie die weitergeführten Besteuerungssysteme – all das zementiert durch die in den 1960er Jahren ungleich vereinbarten “Verträge über Kooperation und Verteidigung”.
Vielleicht wissen wir das nicht genau genug, aber das Ziel dieser Geheimverträge war nicht die Liquidation der kolonialen Beziehungen, sondern nur, diese Beziehung neu zu verhandeln und neu zu fixieren. Im Namen dieser neuen Fixierung und Neuverhandlung der alten kolonialen Beziehungen übt Frankreich de facto weiterhin einen oft negativen Einfluss in den afrikanischen Angelegenheiten aus.
Die Vereinigten Staaten opponieren nicht aktiv gegen die Demokratisierung Afrikas. Zynismus und Heuchelei reichen da bei weitem aus. Andererseits bringen zahlreiche private amerikanische Institutionen der Entstehung und der Konsolidierung der afrikanischen Zivilgesellschaften auch eine vielfältige Unterstützung bei, wie beispielsweise viele Stiftungen. Der Moralismus und der Evangelismus ihrer Interventionen lassen allerdings zu wünschen übrig.
Ein Hauptfaktor der nächsten fünfzig Jahre wird die chinesische Präsenz in Afrika sein. Wenn nicht ein Spiegelbild des ungleichen Austausches, der so charakteristisch ist für die Beziehungen des Kontinents mit den westlichen Mächten oder den internationalen Finanzinstitutionen, so ist diese Präsenz zumindest zweckgeprägt. Wahr ist, dass sich die Beziehung zu China gegenwärtig kaum vom Modell der Ressourcenausbeutung unterscheidet – dem Modell, das, Raubritterei integriert, die Basis der schwarzen Tyranneien darstellt (Anm.: Original: des tyrannies nègres). Wir sollten also nicht erwarten, dass China in den kommenden Kämpfen für Demokratie eine große Hilfe sein wird. Momentan unbedeutend ist der Einfluss der anderen aufsteigenden Macht Indien.
Südafrika, nunmehr an der Reihe, kann die Demokratie in Afrika nicht alleine promoten. Südafrika hat dazu weder die Mittel, noch den Willen, noch die intellektuellen Ressourcen, und noch weniger den Quell der Vorstellungskraft. Im Übrigen muss Südafrika zunächst die Demokratie daheim vertiefen, bevor es sich anschickt, diese bei anderen zu fördern. Die Demokratisierung Afrikas ist, ich bin einverstanden, zunächst eine afrikanische Frage. Trotzdem hat sie internationale Dimensionen.
Der Weg einer radikalen Transformation via einer sozialen Revolution ist, zumindest jetzt, blockiert. Was müsste geschafft werden? Eine Art kontinentalen “New Deals”, der von den verschiedenen afrikanischen Staaten und den internationalen Mächten kollektiv verhandelt wird. Ein New Deal zum Vorteil der Demokratie und der wirtschaftlichen Entwicklung, der ein für alle Mal das Kapitel der Entkolonisierung schließen würde.
Dieser “New Deal” käme mehr als ein Jahrhundert nach der berühmt-berüchtigten “Berliner Konferenz”, die die Aufteilung Afrikas beschlossen hatte. Er würde eine Finanzspritze für den Wiederaufbau des Kontinents beinhalten. Aber er würde zugleich juristische und strafrechtliche Rahmen beinhalten, Sanktionsmechanismen, auch Mechanismen der Ächtung, deren Umsetzung notwendigerweise multilateral sein müssten – und deren Inspiration sich in kürzlich stattgefundenen Transformationen des internationalen Rechts spiegeln müssten.
Angelegentlich würde dies beinhalten, dass Regime, die Verbrechen gegenüber ihren Völkern schuldig sind, mit militärischer Gewalt entmachtet werden, und dass die Verantwortlichen vor die internationale Strafjustiz gebracht werden. Der Begriff “Verbrechen gegen die Menschlichkeit” selbst sollte Gegenstand einer erweiterten Interpretation werden, die nicht nur Massaker und ernsthafteste Menschenrechtsverletzungen einschließt, sondern auch hochgradige Korruption und Ausplünderung der natürlichen Ressourcen eines Landes. Auch private lokale und internationale Akteure in diesem Zusammenhang sollten Gegenstand diesbezüglicher Dispositionen sein.
Die Frage der Demokratisierung und des wirtschaftlichen Fortschritts Afrikas sollte von nun an auf diesem Niveau historischer und strategischer Tiefe betrachtet werden.
Die Zukunft wieder neu öffnen
Für das kommende halbe Jahrhundert wird ein Teil der Rolle der Intellektuellen, der Kulturschaffenden und der Aktiven in den afrikanischen Zivilgesellschaften genau in folgenden zwei Dingen bestehen:
Einerseits entlang bestehender Kämpfe eine demokratische Idee zu artikulieren,
andererseits die Frage der Demokratisierung Afrikas zu “internationalisieren”, in gerader Linie der letztjährigen Anstrengungen, das internationale Recht allgemeingültig zu machen – Anstrengungen, die die Schaffung überstaatlicher juristischer Instanzen zur Folge hatten.
Dann sollten wir über die traditionelle, von der Geschichte der kapitalistischen Demokratien abgeleitete Konzeption der Zivilgesellschaft hinausgehen. Einerseits sollte dem Faktum der sozialen Vielfalt Rechnung getragen werden – Vielfalt der Identitäten, der Zugehörigkeiten, der Gehorsamkeiten, der Autoritäten und der Normen -, und davon ausgehend sollten wir neue Formen der Mobilisierung und der Führung erfinden.
Andererseits war die Notwendigkeit der Schaffung eines intellektuellen Mehrwerts niemals dringender als heute. Dieser Mehrwert muss in ein radikales Transformationsprojekt des afrikanischen Kontinents reinvestiert werden. Die Schaffung dieses Mehrwertes wird nicht allein ein Werk des Staates sein. Meiner Ansicht nach ist sie die neue Aufgabe der afrikanischen Zivilgesellschaften. Um dahin zu kommen, müssen wir um jeden Preis die Logiken der Dringlichkeit (humanitäre Interventionen) und der sofortigen Bedürfnisse verlassen, Logiken, die bislang die Debatte über Afrikas Zukunft kolonisierten.
Wenn die Afrikaner Demokratie wollen, dann liegt es an ihnen, den Preis dafür zu bezahlen. Niemand sonst wird ihn an ihrer Stelle bezahlen. Sie werden sie auch nicht auf Kredit bekommen. Nichtsdestoweniger werden sie sich auf neue internationale Netze stützen müssen und dürfen, auf eine große moralische Koalition außerhalb der Staaten. Auf die Koalition all derjenigen, die glauben, dass nicht nur die Sicherheit unserer Welt ohne einen afrikanischen Anteil nicht garantiert wäre, sondern dass unsere Welt entschieden ärmer an Geist und an Humanität wäre ohne Afrika.
Achille Mbembe
Originaltext: Cinquante ans de décolonisation africaine
Achille Mbembe wurde 1957 im Kamerun geboren, ist ehemaliges Mitglied der afrikanischen Diaspora, Doktor der Geschichte in Paris. Heute unterrichtet er als heute Professor für Geschichte und Politologie am Wits Institute for Social & Economic Research (WISER) in Johannesburg, Südafrika. Er ist ein international anerkannter Autor “dissidenter” Fachbücher und Artikel im Bereich Postkolonialismus.
Deutsche Übersetzung von Andreas Fecke
© Spiegelfechter für den Spiegelfechter, 2010. |
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