Hätte die Katastrophe von Tschernobyl vermieden werden können?
Eine oft gestellte Frage, seinerzeit auch an das Armenische Radio (Армянское радио), welches in Deutschland besser unter dem Namen "Sender Jerewan" bekannt ist.
Die Antwort – wir ahnen es bereits – lautete:
"Im Prinzip ja – Wenn…"
Achtung Witz!
"… nur die Schweden damals nicht alles ausgeplaudert hätten."
Einen zweiten habe ich noch, bevor es ernst wird:
Darf man Pilze aus Tschernobyl essen?
Im Prinzip ja – Ihre Toilette darf nur nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen sein.
Derzeit lese ich das Tagebuch eines “Evakuators” (Двадцать пять радиационных лет). Und das ist so spannend, dass ich bisher noch nicht zum Schreiben kam. Die Leute dort haben doch tatsächlich in der Nähe von Pripjat – nach der Katastrophe! – noch Pilze gesucht, gebrutzelt und gegessen!

Die Räumer erhielten damals 20 Rubel pro Stunde und das Versprechen – sollten sie eine gewisse Anzahl von Stunden geleistet haben – einen PKW, Marke Shiguli, außerhalb der staatlich verordneten Wartezeit, kaufen zu dürfen. Weshalb viele der Arbeiter ihre Strahlenmeßgeräte nicht immer mit in die "Zone" nahmen, denn bei zu großer Strahlung hätten ihnen die "Chemiker" möglicherweise weitere Zufahrt verwehrt und dann wäre es nichts geworden, mit dem neuen Auto.

Ein Häusel aus Zinn, in der Größe eines Toilettenhäusels, stand den Beton-Fahrern zur Verfügung, welches sie aber nicht nutzten, weil zu unbequem.
Und zur Erinnerung an die Katastrophe erhielten alle Überlebenden – 25 Jahre danach – eine Thermospulle, ein eingerahmtes Gebet und eine Flasche Schnaps.

Der Schnaps war wohl – glaubt man der Aufschrift – 25 Jahre gelagert:

(Bin immer noch beim Lesen)
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