mal was ganz anderes…Biotreibstoff
Grün hin, Grün her, meinetwegen auch Klimawandel hin, Klimawandel her…es gibt wohl kein besseres Zeugnis für eine fehlgeleitete, ideologische und idiotische, blinde und dumme, Übernahme aktueller Trends: Biotreibstoff.
Das Schlimmste ist wohl, dass gewöhnlich intelligente Menschen angesichts der Klimawandel-Hysterie und der Ökoschutz-Selbstbefriedigung nicht einmal mehr fähig sind, einen vollkommen klaren Sachverhalt zu sehen, bzw. die allernaheliegendsten Fragen zu stellen: Biotreibstoff = regenerative Pflanzen (haha), also: wo wachsen die Pflanzen für den Biodiesel? Richtig, auf Feldern! Und was wächst sonst auf den Felder? Richtig, Nahrungsmittel! Und woran leidet die halbe Welt? Richtig, an Hunger! Noch Fragen?
Nun hat auch noch eine Fluggesellschaft begonnen, mit Biogas zu fliegen. Sagt man nicht, bei solchen Besserwisser- bzw. Besserdenker- bzw. Bessersein-Themen zur Stigmatisierung singulärer Ausschweifungen: “Wenn das alle machen würden…” Gut, gerne: “Wenn das alle machen würden!”, na, was wäre, wenn alle mit Biogas fliegen würden? Richtig, wir würden hungrig fliegen und die Umwelt retten, aber zu essen hätten wir (die 1. Welt) zwar noch ein bißchen was, aber schaut mal in den Rest der Welt…Klimawandel ist eine Sache der weltweiten sozialen Gerechtigkeit - oder so, sagte das nicht Kanzlerin Merkel anlässlich G8-Gipfel, um sich vor der Frage nach der weltweiten sozialen Gerechtigkeit zu drücken, sich hinter der Ideologie (”Im Sinne einer Augenwischerei”) des Klimawandels davor zu verstecken? Ja, richtig, Klimawandel ist eine Sache der sozialen Gerechtigkeit in diesem Sinne, treffender wäre aber eine Sache der sozialen Ungerechtigkeit, die nun mit dem Biodiesel jenseits von Gut und Böse zum Himmel hinausstinkt: Wir (1. Welt) haben die Umwelt zerstört, nun retten wir (1. Welt) diese Erde - “auch für die dritte Welt” - und zwar indem wir anstatt Öl das Essen der 3. Welt als Treibstoff benutzen…wow, ich glaube ich spinne, sollten nicht WIR hungern, während die 3. Welt fröhlich ihre Regenwälder abholzt und die Umwelt im Sinne des Aufschwungs verpestet? Oh, was für eine Frechheit, was für eine UNmenschlichkeit, und das geschieht in der einzigen heute noch verbliebenen akzeptablen Ideologie…
Hier nun auch - endlich - die Brücke zur russischen Literatur (schnauf, geschafft): War Bulgakows Meister und Margarita nicht der “russische Faust”? Und während UNSER (deutscher) Faust den Teufel (im Menschen, oder wie auch immer) folgendermaßen definierte: “Ich bin der Geist der Böses will und Gutes schafft”, so definierte Bulgakow den russischen Teifel (im Menschen, oder siehe oben) so: “Ich bin der Geist der Gutes will und Böses schafft”. Na, da hatte Bulgakow angesichts der menschlichen Panik um die Klimaerwärmung nun doch mehr recht als unser guter alter Goethe. Schluss. Ende.
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