"Bibigon" - russischer TV-Sender soll Kinder beruhigen
Moskau (jvo) In Russland ist am 1. September der erste TV-Kanal gestartet, der Psychologen zufolge Kinder "ruhiger machen" soll. Die staatlichen Sender "2. Kanal Rossija", "Kultura" und "Sport" (sic!) übernehmen einzelne Sendungen des Kinderfernsehens "Bibigon" * "Бибигон", das Satelliten-TV "NTV-Plus" sogar 19 Stunden täglich.

Foto: "Bibigon" * "Бибигон" ist der erste Fernsehkanal, der Kinder "ruhiger machen" soll.
Das neue russische Kinderfernsehen "Bibigon" * "Бибигон" zeigt Lern- und Quizspiele, aber auch Zeichentrickfilme und Serien. "Wir wollen einen wirklich guten Fernsehkanal machen, der gerne gesehen wird", erklärte Chefproduzent Alexander Gurewitsch gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti.
Dafür stehen ihm 29 Millionen Euro Jahresbudget zur Verfügung, berichten Online-Medien. Das Zielpublikum sind Kinder und Jugendliche von vier bis 16 Jahren. 65 Prozent der Programme von "Бибигон" sind russische und 35 Prozent ausländische Produktionen.
Wie Oleg Dobrodejew * Олег Добродеев, Generaldirektor der Allrussischen staatlichen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft WGTRK * ВГТРК, betonte, wurde der neue Kinderfernsehen auf Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin geschaffen. Der Präsident soll nach seinen Angaben bis in die Details mitbestimmt haben.

Foto: Das neue russische Kinderfernsehen wurde nach der Zwergenfigur "Bibigon" * "Бибигон" des bekannten Kinderschriftstellers Kornej Tschukowski benannt.
Ob dies auch für den Namen des Kinderfernsehens gilt, ist nicht bekannt. "Bibigon" wurde nach dem Zwerg "Бибигон" des bekannten russischen Kinderschriftstellers Kornej Tschukowski * Корней Иванович Чуковский benannt, eine der wenigen Zwergenfiguren überhaupt in russischen Märchen. Die slawische Mythologie kennt - im Gegensatz zur westeuropäischen - sonst kaum Zwerge. In russischen Märchen gibt es dafür neben vielen anderen Figuren die "Bogatyri" - starke Männer, die durch ihre Heldentaten im ganzen Land verehrt wurden.

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Dieser Beitrag beruht u.a. auf folgenden Quellen:
Nachrichtenagentur RIA Novosti, Allrussische staatliche Fernseh- und Rundfunkgesellschaft WGTRK, "Breitbart", "Kommersant", Wikipedia (de) (engl) (rus).
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