Die Olympischen Winterspiele 2014 finden in Sotschi statt

Sotschi (jvo) Das Internationale Olympische Komitee IOC hat entschieden: Die übernächsten Olympischen Winterspiele 2014 finden in in Sotschi statt. Russland will astronomische 12 Milliarden Dollar in den Sommerferienort am Schwarzen Meer investieren, der bis heute keine Infrastruktur für Wintersport hat.




putin, skifahren in sotschi



Foto: Der begeisterte Skifahrer Wladimir Putin will 12 Milliarden Dollar in die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi investieren. (© RIA Novosti)





Nach den Sommerspielen 1980 in der damaligen sowjetischen Hauptstadt Moskau richtet Russland nun erstmals Olympische Winterspiele aus. An der Sitzung des IOC in Guatemala setzte sich Sotschi im zweiten Wahlgang mit 51:47 Stimmen gegen das südkoreanische Pjöngjang durch, das bereits vor vier Jahren knapp an Vancouver bei der Vergabe der Winterspiele für 2010 gescheitert war. Wie 2003 schied Salzburg bereits im ersten Durchgang aus.



Sotschi hatte für diesen "Sieg" im tropischen Klima des bitterarmen Guatemala zu Repräsentationszwecken extra eine Eisbahn errichtet - das ist immerhin mehr, als in Sotschi schon steht: Im Sommerferienort müssen die Sportstätten für die Winterspiele 2014 sprichwörtlich noch aus dem Boden gestampft werden.



Trotzdem (oder wohl deswegen, denn hier sollen 150.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden) bejubelten in Sotschi etwa 5.000 Menschen die Entscheidung im fernen Guatemala. Im Zentrum der Stadt war die Sitzung des IOC live auf einer Grossbildleinwand übertragen worden. Zuvor hatten russische Musikbands das Publikum in einer "Olympischen Nacht" in Stimmung gebracht.







sotschi, jubel nach ioc-entscheid





Winterspiele am Schwarzen Meer



Das russische Ferienparadies Sotschi * Сочи liegt in der Region Krasnodar nahe der Grenze zu Georgien und hat 328.000 Einwohner. Sotschi hatte sich schon mehrmals für Olympische Spiele beworben, wurde bisher jedoch wegen Infrastrukturproblemen oder aus politischen Gründen abgelehnt.



Die Stadt am Schwarzen Meer ist eigentlich für die Sommerferien bekannt. Die Skiregionen im nahen Kaukasus werden erst seit einigen Jahren entwickelt. Initialzünder war der begeisterte Skifahrer Wladimir Putin, der eine Datscha nahe dem Skiort Krasnaja Poljana hat. Mit astronomischen 12 Milliarden Dollar will er nun die Chancen für die Winterspiele 2014 erhöhen. Zum Vergleich: Die letzten Winterspiele in Turin kosteten "billige" 3,5 Milliarden Dollar.



Mit 12 Mrd. Dollar ein Wintersportparadies schaffen



"Wir werden dieses Geld investieren, damit sich Menschen aus aller Welt hier versammeln und einander die Hand reichen können", sagte der russische Präsident bei einer Präsentation in Sotschi. Russland werde alles in seinen Kräften Stehende tun, damit Sotschi seine Rolle als Gastgeber der Olympischen Spiele von 2014 würdig erfüllen könne, versicherte der Präsident.



Zwei Drittel der geplanten Mittel sollen in die (Wieder-)Herstellung der zumeist vernachlässigten Infrastruktur investiert werden. Das seien der Bau von Strassen, die Lösung von Umweltproblemen, die Nachrichtenmittel und die Verbesserung des Lebens der Menschen, erklärte Präsident Putin.



büroklammer, rot



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