Дневник

Ein Traum voller Rätsel

Ein Kollege ruft mich an. Dessen Freund hat ein Auto, welches aufgrund der derzeit herrschenden Kälte nicht anspringt. Und im ADAC sei der Freund leider-leider nicht. Ob ich dem Freund bitteschön helfen könne, denn der muss unbedingt zu dessen kranken Vater auf die Datsche.
Okay. Wenn man mich bittet, dann tue ich es.
Der Freund entpuppt sich – Zufälle gibt es aber auch! – als Putin himself und dessen Vaters Datsche befindet sich …

Apps

Der Screensaver knistert – es ist die Fireplace-App. Dazu garniert: Bob Dylan auf iTunes.
120120 Feuerstelle
May you have a strong foundation
When the winds of changes shift
May your heart always be joyful
May your song always be sung
May you stay forever young …

Der Konjunktivmann

Der Konjunktivmann kennt Bedingungen, deren Eintritt unmöglich oder sehr unwahrscheinlich ist und nennt gewisse Worte in den zugehörigen Sätzen hilfsweise “hätte”, “wäre” oder “könnte” (in beliebiger Zeitform).
Würde der Hund nicht so viel scheißen, könnte er den Hasen kriegen.

Özil schlägt die Ösis

Béla Réthy ist unvermeidlich. Wie Bonbonpapier.
“Bela Rethys Reportagen sind authentisch, er inszeniert sich nicht, wie das die Kollegen Kerner und Beckmann machen. Deshalb kommt auch schon mal ein Vergleich eines Fußballers mit einer Klobürste. Einfach rausgerutscht ist ihm das. Kerner oder Beckmann würden sich so etwas zurechtlegen – deshalb habe die beiden auch eine eigene Talkshow und Rethy nicht.

Soll ich leiser machen?

Meine Mutter kennt meine Empfindlichkeit gegenüber Nebengeräuschen. Gegenüber allem, was nicht “dazu” gehört. Weshalb in meinem Umfeld normalerweise alle Gerätschaft aus ist, die den Hintergrund verlärmt.
Heute ist ein Sonderfall, erklärt die Mutter, gestern waren Wahlen in Meck-Pomm und heute ist sie an dem amtlichen Endergebnis interessiert, welches aus dem Radio zu erwarten sei.

Fahrraddiebe

“Wieder hat irgendwer ein Fahrrad geklaut”, denke ich, ein Fahrrad auf dem Fußweg vor unserem Haus stehen sehend. Unabgeschlossen. 5:00 Uhr morgens, zu Beginn des Gassis.
Wahrscheinlich – vermute ich – war wieder irgendwer betrunken, schnappte sich ein fremdes Rad, einfach nur um nach Hause zu gelangen. Damit isser ab, zu irgendeiner Haltestelle der Tram. Un dann hatters einfach stehen lassen.

Heute kommt der Schornsteinfeger

Die Lüftung solle kontrolliert und anschließend gereinigt werden, steht auf dem Zettelchen, welches man uns in den Briefkasten warf – Eine Botschaft, welche jede ukrainische Hausfrau provoziert.
Nie war unser Lüftungsschacht sauberer als heute!

Ich folge Astro-Ron

Astro-RonEs gibt immer wieder Dinge, die mich staunen machen.

Möhlen

PuzzleBin unkonzentriert. Daher kann ich heute leider nur unsortierte Puzzle-Teile liefern.
* * *
Sie so:
“Du gehst doch einkaufen?! Bringst Du mir bitte ein Bier mit?”

Er so:
“Gern. Was für ein Bier? Radeberger? Wernersgrüner? Köstritzer? …”

Sie so:

Wie schön das Wetter wird!

Die Sonne kommt. Endlich.
Ich sah in den frühen Morgenstunden Nebel über den Feldern am Kirchsteigfeld, regenbogenverziert, und dachte: “Schön!” – Es ist einfach schön!
Doch rasch ärgere ich mich dazu: Ausgerechnet heute habe ich den Fotoapparat nicht bei. Was könnt’ ich hätte ich für schöne Bilder machen können!
Alles Glück hat man wohl nie beieinander. Erfüllte Wünsche kriegen Junge, wie Labormäuse.
Natur ist schön – wenn man sie nur archivieren könnte!

Bücherbestellung

ENTER! – Die Bestellung ist raus.
Sekunden danach springt ein Toastbrot hoch. Es verweist auf eine E-Mail mit einem Feedback von kniga.de.
Spasibo sa sakas!Eto awtomaticheskoe podtwerzhdenie Zakaza, w nem ne uchteny Waschi individualnye uslowija, kak, naprimer, indiwidualnye skidki ili indiwidualnye uslowija dostawki.Wse indiwidualnoe budet uchteno pri obrabotke zakaza i wystawlenii scheta.nomer sakasa: 168292data: Wed Aug 10 07:22:05 2011

Das Geld, das man besitzt, ist das Instrument der Freiheit …

Jean-Jacques_Rousseau_(painted_portrait)

“… doch dasjenige, dem man nachjagt, ist das Instrument der Knechtschaft.“

Manchmal tut ein Klassiker gut.

Wertewandel

Der Dreizentnerfrau, die in den frühen Morgenstunden am Potsdamer Kirchsteigfeld nutzlose Werbung in die Briefkästen genervter Siedler wirft, hätte ich vor fünf Jahren ein hämisches Posting gewidmet. Motto: “Schwer verdientes Geld”. Doch sie wurde von mir erst vor zwei Jahren entdeckt und zu diesem Zeitpunkt war ich bereits so weit, dass ich lieber schwieg.

Vorurteile

Berliner Straße in Potsdam. Es wird gebaut. Wir fahren Einbahnstraße, der Weg ist eingeschränkt.
Für sie überraschend halte ich plötzlich an. Sie will wissen warum.
Was ich ihr zu erklären versuche, ruhig und besonnen:
“Sieh – da vorn ist gerade eine Frisur eingestiegen. Unklar ist, was nun geschehen wird. Da warte ich sicherheitshalber ab.”

Was für ein Ansinnen meinerseits!

11:00 Uhr ist Abgabe

Bald ist es 7:00 Uhr – und ich habe bisher noch nicht begonnen.
Wahrscheinlich werde ich es auch diesmal wieder schaffen, aber es wird knapp.
Meine absurden Verhaltensmuster werden Prokrastination genannt. Es hätte schon erledigt sein können, aber ich sehne mich aber nach dem Kick einer Deadline. Und die hat etwas Erotisches.

Angekommen

“Und, wie bist Du gefahren?”

Eine eher rhetorische Frage. Die aber einen emotionalen Damm brechen lässt.
“Stelldirvor: Bis Koresten hatte ich nur einen Stehplatz. Und der böse Schaffner (sie verwendete die Vokabel “гад” anstelle der Berufsbezeichnung, übersetzt “Stinktier” oder “Schwein”) doch tatsächlich 200,00 Euro für die Fahrt! Was deutlich teurer ist als eine Fahrkarte!

Abstinenzhierarchie

Stelle fest , dass es Unterschiede gibt, wenn man verzichtet.
Nichtraucher zu sein, scheint inzwischen normal – ich erfahre keine gesellschaftliche Anerkennung. Offenbar sind es bereits der Nichtraucher zu viele, um eine Sonderheit zu sein. “Wer weiß für wie lange”, war ihr ruhiger Kommentar. Anstelle von Freude oder Bewunderung.

Er hob das Bein …

… und pinkelte an das Finanzamt.
“YES”, denke ich, “für die Ehre der Familie!”.
Da kommt zufällig ein Schlips vorbei.
“Lassen Sie Ihren Hund eigentlich überall hinpinkeln?”

Was ist das denn für eine Frage!? – Eine von jenen, die ihre Antwort verdient.
“Nein. Nur an Finanzämter. – Wir sind deswegen extra durch die halbe Stadt gefahren.”

Gute Laune – schlechte Laune

GLSL – So ist das Leben!
Es kommt zwar der erwartete Anruf vom Finanzamt, doch alles ist richtig, vorbildlich fast – *juchu!* – nur, eine klitzekleine Kleinigkeit fehlt: Lenchen, die ja meine Frau ist, hätte ebenfalls unterschreiben müssen. “Das habe ich nicht gewusst”, lüge ich in die Sprechmuschel, war aber auf diese Unzulänglichkeit vorbereitet. Sie ist seit einigen Tagen in Kiew, konnte daher nicht unterschreiben.

Mentales Zapping

“Achtung Kontrolle!” sah ich gestern. Anschließend – zapp! – den “Hundeprofi” – zapp! – einen ARD-Ratgeber – zapp! – dann – zapp!-zapp!-zapp!
Und heute beschreibe ich, was ich gestern sah. Lasse dabei ein Posting über typisch deutsche Verhaltensmuster – Kontrollieren und Ratgeben – entstehen. Überlege schreibend, ob der Urdeutsche, unser aller Deutscher Ahn, vielleicht aus der Vereinigung Synthese dem genetischen Material eines Polizisten und dem eines Wegweisers entstanden sein könnte und – …
… – bringe es nicht zu Ende.

Er bellt selten

Wenn überhaupt, dann ist sein Bellen meist gegenüber anderen Hunden die Aufforderung zum gemeinsamen Spielen. Was also nicht viel mehr bedeutet als “Hey duda – komm doch mal her!”
Heute ist – eigentlich – nichts zu sehen, doch er fängt an, zu bellen. Bis auch ich den Gerufenen bemerke – einen hübschen Labrador. Oder besser “sie”, denn er ist eine HündIN.
Offenbar hörte sie zuvor den Ruf des kleinen Mannes und schlug sich deshalb durchs Dickicht.

Das wird heute ein verkorkster Tag

Weiß ich jetzt schon.
Weil dieser Tag – wie zur Bestätigung dieser Vermutung – so bereits begann.
3:00 Uhr musste der Hund pullern. Ich hoffte noch, ihn zur Ruhe bringen zu können – aber nee! Und mit meiner Offerte – “wenn du heute ausnahmsweise einmal auf den Balkon pinkelst, würde ich nicht meckern” – konnte er nichts anfangen.
Nachher muss ich mit einem russischen Freund eines Freundes vom Chef zum Augenarzt. Weil ich so schön (Deutsch|Russisch) kann, bin ich “frei” gestellt.

Vorstellungen

Oft ist es so, dass man etwas liest und sich hierzu selbst die Bilder baut. Vor allem im Erstlesealter.
Meine Dame aus Alice im Wunderland – zum Beispiel – war nie rot, aber groß, schlank und mit langen schwarzen Haaren. Sie trug stets ein langes weißes Kleid, darüber ein kleines schwarzes Jäckchen. Ihre Figur lag zwischen der Esmeralda aus dem Glöckner von Notre-Dame und der Suleika aus den Ritter-Runkel-Heften.

Liegengebliebenes

sektSaßen wir also gestern bei einer Flasche “Nowij Swit” (Extra-Brut) anlässlich ihres Geburtstages und tranken Sekt einer Qualität, die mich staunen macht. Solche Qualität traut man Ukrainern – eigentlich – nicht zu.

Einerseits und Andrerseits

Was die Spatzen alles so ins Netz pfeifen. Die, denen ich folge, werden sich nicht einigen können.
Einerseits …
“Manche Morgen sind schlimmer als andere. Dieser ist noch schlimmer als die.”

Andererseits …
“Was viele für Depression halten, ist in Wirklichkeit nur Mangel an Koffein.”

Dann kommt eine WanderIn des Weges daher …

Es ist wie im Krieg

einbruchDer Kollateralschaden ist stets größer als nötig.
Zumindest größer als das Eigentliche.

Es klingelt im Büro

Die Sekretärin hebt ab.
Am anderen Ende der Leitung bin ich.
“Anja, Schönste der Schönen, Licht des Büros, Frau mit der angenehmsten Stimme des Universums – du must mir heute ausnahmsweise, aber unbedingt helfen. Mein Auto wurde nämlich aufgebrochen, die Tasche mit Papieren geklaut und nun muss ich zum Bürgeramt, dann noch zur Führerscheinstelle. Vielleicht schaffe ich es auf dem Rückweg noch zur Bank.
Kannst du bitte behutsam-behutsam dem Chef erklä…”

Das Auto wurde aufgebrochen

Vielleicht kann es anderen auch passieren, daher hier der Ablauf:
Man kommt fröhlich vom Spaziergang, sieht erst nur die kaputte Scheibe und denkt: “Mist!”. Dann sieht man, dass bevor die Scheibe eingeworfen wurde,  jemand erst erfolglos versuchte, mit einer Brechstange die Tür auszuhebeln und dass darüber hinaus das Schloss der Beifahrerseite aus der Verankerung hängt und denkt nun: “Scheiße!”.
Erst dann bemerkt man, dass man die Tasche im Auto liegen ließ.

Abwesend

Sie ist heute nicht da und ich bin irgendwo anders. Also wird der Hund zur Freundin gebracht.
“Was mag er denn so?”, will sie, die von Hunden überhaupt keine Ahnung hat, von mir präventiv wissen.
“Am liebsten mag er Jazz!”

Der Spanner*verwirrtguck*

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