Alltag

Apps

Der Screensaver knistert – es ist die Fireplace-App. Dazu garniert: Bob Dylan auf iTunes.
120120 Feuerstelle
May you have a strong foundation
When the winds of changes shift
May your heart always be joyful
May your song always be sung
May you stay forever young …

Fahrraddiebe

“Wieder hat irgendwer ein Fahrrad geklaut”, denke ich, ein Fahrrad auf dem Fußweg vor unserem Haus stehen sehend. Unabgeschlossen. 5:00 Uhr morgens, zu Beginn des Gassis.
Wahrscheinlich – vermute ich – war wieder irgendwer betrunken, schnappte sich ein fremdes Rad, einfach nur um nach Hause zu gelangen. Damit isser ab, zu irgendeiner Haltestelle der Tram. Un dann hatters einfach stehen lassen.

Heute kommt der Schornsteinfeger

Die Lüftung solle kontrolliert und anschließend gereinigt werden, steht auf dem Zettelchen, welches man uns in den Briefkasten warf – Eine Botschaft, welche jede ukrainische Hausfrau provoziert.
Nie war unser Lüftungsschacht sauberer als heute!

Ich folge Astro-Ron

Astro-RonEs gibt immer wieder Dinge, die mich staunen machen.

Wertewandel

Der Dreizentnerfrau, die in den frühen Morgenstunden am Potsdamer Kirchsteigfeld nutzlose Werbung in die Briefkästen genervter Siedler wirft, hätte ich vor fünf Jahren ein hämisches Posting gewidmet. Motto: “Schwer verdientes Geld”. Doch sie wurde von mir erst vor zwei Jahren entdeckt und zu diesem Zeitpunkt war ich bereits so weit, dass ich lieber schwieg.

11:00 Uhr ist Abgabe

Bald ist es 7:00 Uhr – und ich habe bisher noch nicht begonnen.
Wahrscheinlich werde ich es auch diesmal wieder schaffen, aber es wird knapp.
Meine absurden Verhaltensmuster werden Prokrastination genannt. Es hätte schon erledigt sein können, aber ich sehne mich aber nach dem Kick einer Deadline. Und die hat etwas Erotisches.

Abstinenzhierarchie

Stelle fest , dass es Unterschiede gibt, wenn man verzichtet.
Nichtraucher zu sein, scheint inzwischen normal – ich erfahre keine gesellschaftliche Anerkennung. Offenbar sind es bereits der Nichtraucher zu viele, um eine Sonderheit zu sein. “Wer weiß für wie lange”, war ihr ruhiger Kommentar. Anstelle von Freude oder Bewunderung.

Mentales Zapping

“Achtung Kontrolle!” sah ich gestern. Anschließend – zapp! – den “Hundeprofi” – zapp! – einen ARD-Ratgeber – zapp! – dann – zapp!-zapp!-zapp!
Und heute beschreibe ich, was ich gestern sah. Lasse dabei ein Posting über typisch deutsche Verhaltensmuster – Kontrollieren und Ratgeben – entstehen. Überlege schreibend, ob der Urdeutsche, unser aller Deutscher Ahn, vielleicht aus der Vereinigung Synthese dem genetischen Material eines Polizisten und dem eines Wegweisers entstanden sein könnte und – …
… – bringe es nicht zu Ende.

Das wird heute ein verkorkster Tag

Weiß ich jetzt schon.
Weil dieser Tag – wie zur Bestätigung dieser Vermutung – so bereits begann.
3:00 Uhr musste der Hund pullern. Ich hoffte noch, ihn zur Ruhe bringen zu können – aber nee! Und mit meiner Offerte – “wenn du heute ausnahmsweise einmal auf den Balkon pinkelst, würde ich nicht meckern” – konnte er nichts anfangen.
Nachher muss ich mit einem russischen Freund eines Freundes vom Chef zum Augenarzt. Weil ich so schön (Deutsch|Russisch) kann, bin ich “frei” gestellt.

Vorstellungen

Oft ist es so, dass man etwas liest und sich hierzu selbst die Bilder baut. Vor allem im Erstlesealter.
Meine Dame aus Alice im Wunderland – zum Beispiel – war nie rot, aber groß, schlank und mit langen schwarzen Haaren. Sie trug stets ein langes weißes Kleid, darüber ein kleines schwarzes Jäckchen. Ihre Figur lag zwischen der Esmeralda aus dem Glöckner von Notre-Dame und der Suleika aus den Ritter-Runkel-Heften.

Liegengebliebenes

sektSaßen wir also gestern bei einer Flasche “Nowij Swit” (Extra-Brut) anlässlich ihres Geburtstages und tranken Sekt einer Qualität, die mich staunen macht. Solche Qualität traut man Ukrainern – eigentlich – nicht zu.

Einerseits und Andrerseits

Was die Spatzen alles so ins Netz pfeifen. Die, denen ich folge, werden sich nicht einigen können.
Einerseits …
“Manche Morgen sind schlimmer als andere. Dieser ist noch schlimmer als die.”

Andererseits …
“Was viele für Depression halten, ist in Wirklichkeit nur Mangel an Koffein.”

Dann kommt eine WanderIn des Weges daher …

Es klingelt im Büro

Die Sekretärin hebt ab.
Am anderen Ende der Leitung bin ich.
“Anja, Schönste der Schönen, Licht des Büros, Frau mit der angenehmsten Stimme des Universums – du must mir heute ausnahmsweise, aber unbedingt helfen. Mein Auto wurde nämlich aufgebrochen, die Tasche mit Papieren geklaut und nun muss ich zum Bürgeramt, dann noch zur Führerscheinstelle. Vielleicht schaffe ich es auf dem Rückweg noch zur Bank.
Kannst du bitte behutsam-behutsam dem Chef erklä…”

Eingeparkt

“Hast du dich verletzt? Humpelst so!?”
“Ich bin okay – unser Auto steht derzeit auf dem Parkplatz für Behinderte.”

Sie überlegt und kommentiert – na klar, wie sollte es auch anders sein? – dieses Ereignis mit messerscharfer ukrainisch-weiblicher Logik:
“Steifes Bein ist die falsche Behinderung! Mit krankem Bein kann man doch nicht Auto fahren!”

Die alte Schüttel auf dem OP-Tisch

Es ist wohl wie in einer diesen vielen kaputten Ehen, von denen wir uns derzeit umzingelt sehen. (Mann|Frau) müsste eigentlich die jeweilige Beziehung verlassen, kann aber dennoch nicht loslassen, aus irgendwelchen Kollateralgründen. “Wechen der Kindern” zum Beispiel.
Die Kinder meiner kleinen Vista-Familie heißen Scanner, Drucker und Externe Festplatte. Und mein Partner ist ein Ururenkel von Bill Gates, kommt also aus dem Windows-Clan.

Paffhausen geht…

…und das Internet ist voller Häme.
Die Potsdamer Neueste Nachrichten widmet dem Abgang des Stadtwerkers eine komplette Ausgabe. Alle möglichen Leute wurden befragt – manche sagen so, andere so. Auch Facebook ist inzwischen mit gleicher Meldung und diesbezüglichen Kommentaren voll, „Spatzen“ twittern es von allen Dächern in zahlreichen Tweets.

Das Arbeitszimmer-Paradoxon

Ein Mehr an Ordnung führt stets zu längerer Suche.
Aber es sah tatsächlich hübsch ordentlich aus, schön unbenutzt, bis das Finanzamt einige Belege anforderte.
Das Hübschsein im Besonderen wie das Aussehen im Allgemeinen, sind immer „äußerliche“ Werte. Auch der Charakter eines Zimmers verbirgt sich in dessem Innersten.

Ich muss mich hier erst noch etwas umsehen

Sprach sie und ließ uns stehen.
So stehe ich plötzlich allein – die ALDI-Einkaufstüte in der linken, die Leine in der rechten Hand.

“Komm Asti, wir gehen!”

Aber unser Hund ist ein Rudeltier. Offenbar hat er darüber hinaus irgendwelche Gene in sich, die ihn verpflichten, alle Schäfchen zusammenzuhalten. Jetzt, da Frauchen plötzlich weg ist, sträubt er sich zu laufen, respektive mitzukommen. Lässt mich ziehen und stemmt sich mit allen Pfoten gegen das Weitergehen.

Erfolg hat nicht nur viele Väter, sondern auch Mütter

Freundliche Leute lassen mir eine Aufmerksamkeit zukommen und wählen meine Frau als Boten.
“Diese Flasche Rotwein geben sie bitte ihrem Mann. Wir wissen, er mag kein Bier, eher Rotwein. Über diese Sorte Rotwein wird er sich sicher freuen.”

Abends gibt sie mir die Flasche und erklärt, wie es zu dem Geschenk kam.

Wir bevorzugen Bäcker Dahlback

Schon allein, weil er das Max-und-Moritz-Brot erfand.
dahlback

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