Wenn Westerwelle “wir” sagt, klingt es falsch
Zumindest klingt es anders als bei Claudia Roth.
Sagt Frau Roth “wir” hört es sich an, als würde sie sich nicht vor Verantwortung drücken wollen – sagt Westerwelle “wir” klingt es anmaßend. Komischer Unterschied.
Aber, ergänze ich mich selbst, das sind alles nur Klänge.
Und es ist einfach viel wirres Zeug, kurz vor dem Einschlafen. Es ist nämlich für meine Verhältnisse bereits ziemlich spät und ich zappe zum Müdewerden noch ein bisschen durch die TV-Programme. In Hamburg wurde gewählt, nun müssten eigentlich die alten Sprüche kommen – “und nun möchte ich erst einmal bei meinen Helfern bedanken, bei den Wählern, bei meiner Partei, bei …” – und ich könnte, glaube ich, friedlich einschlafen.
Aber eine Ausnahme gibt es doch: Die schöne Katja holte mehr Stimmen – so scheint es zumindest bisher – als die Linken. Und somit gehört die FDP wieder zum öffentlichen Leben. Trotzdestonichts. Gegen den Trend…
Nach den ersten Sätzen Gabriels stelle ich leiser.
Hätte er einfach nur gesagt “von Olaf lernen, heißt siegen lernen”, könnte man schmunzeln und man wäre in der Lage, das Thema “SPD” freundlich abzuhaken. So aber sehe ich einen Politiker, der uns glauben machen will, man habe die SPD erfolgreich dem Meer abgerungen. Und das kann es ja wohl nicht sein.
Wo ist Katja Suding?! Ich will sie sehen!
Statt dessen liefert das TV die linke Frau, die aussieht, als würde sie sich nicht immer ungesund ernähren.
Die CDU liefert neue alte Gesichter. Einen Generalsekretär, den ich nicht kenne.
Wer issen das? Habe ich bisher was verpasst?
Wo bleibt der Pofalla? Der lustige Ronald?
Katja Suding spricht, ich stelle etwas lauter.
“Beuteschema” fällt mir noch ein, dann stelle ich den Fernseher aus. Mit dem Gedanken “sie ist fast so schön, wie meine Frau” schlafe ich ein. Das Unterbewusstsein ruft mir noch noch ein Damals zu – aber das kann ich schon nicht mehr hören.
Ich schlafe bereits.
Filed under: Дневник, Einschlafen Tagged: Hamburg, Wahl
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